BEETHOVEN III
DIE SPÄTE PHASE

„Beethovens Spätstil berührt uns noch immer als etwas Unvermutetes und Phänomenales“ schreibt der große Beethoven-Interpret Alfred Brendel. Es ist ein Stil, der sich jeder noch so gut gemeinten Definition entzieht und uns auch heute noch mit der Vehemenz eines Schocks überfällt. In letzter Konsequenz zählen die Werke dieses Stils zu den spannendsten und herausforderndsten Hörerlebnissen, die die Klaviermusik zu bieten hat.

Man folgt dem Komponisten, der zu diesem Zeitpunkt schon gänzlich ertaubt war, in eine esoterische Welt der klanglichen Vergeistigung und radikalen Individualisierung. Äußere Maßstäbe werden nicht mehr berücksichtigt, der Schöpfer hat sich kompromisslos in seine Innenwelten zurückgezogen. In diesem Umfeld sind Kompositionen entstanden, die in ihrer musikalischen Aussage eine Strahlkraft erreichen, die Allgemeingültiges berühren und Zeugnisse eines Geistes sind, der mit den üblichen Kriterien nicht mehr zu messen ist.

Im dritten Teil seines großen Beethoven-Zyklus’ widmet sich der Pianist Peter Walchshäusl diesen einzigartigen Zeugnissen und präsentiert in drei Konzerten die vielleicht größte Klaviersonate der Musikgeschichte, die „Hammerklavier-Sonate“, die drei letzten Sonaten, die einen in geheime Klangwelten entführen, die beiden Bagatell-Serien, in denen Beethoven viel auf engstem Raum zu sagen weiß und die großen abschließenden „Diabelli-Variationen“.

Für Schüler ist der Eintritt wie immer frei.

Programm

Konzert I:

Sonntag 20. November 17.00h
Bagatellen op.119
Sonate B-Dur op.106 "Hammerklavier-Sonate"

Konzert II:

Sonntag 27. November 17.00h
Sonate E-Dur op.109
Sonate As-Dur op.110
Sonate c-Moll op.111

Konzert III:

Freitag 2. Dezember 2011 19.30h
Bagatellen op.126
33 Veränderungen über einen Walzer von Diabelli op.120, "Diabelli-Variationen"

 

Veranstaltungsort: Festsaal Schloss Freudenhain in Passau
Kartenvorverkauf unter 0851-41592, normal: 15 Euro, ermäßigt (Studenten): 10 Euro

 

 
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